Wir suchen Frauen mit (schlechten) ‚Erfahrungen‘ mit Väterrechtlern

Hier geben wir besonders jenen Frauen eine Stimme, die öffentlich ihre Erlebnisse mit Väterrechtlern schildern möchten. Jenen, die sich von ihren Männern getrennt haben (oder sich trennen möchten) und dann ihre blauen Wunder erlebt haben oder grade erleben…

Die Beiträge werden vor Veröffentlichung redigiert, können selbstverständlich auch anonymisiert veröffentlicht werden. Rückfragen unsererseits sind möglich und in besonders schlimmen Fällen ist auch persönlicher Kontakt sowie zeitlich limitierte Unterstützung  ist denkbar.

About Frauenrechte verteidigen !!!

Der Blog "Mütter ohne Rechte!!!" wurde im Oktober 2012 gestartet, um den Frauen und Müttern eine Stimme zu geben gegen den derzeit so deutlich wahrnehmbaren Rollback und der ständigen Beseitigung von Frauen- und damit Menschenrechten. Antifeminismus bedeutet mit Sicherheit NICHT Emanzipation des Mannes!
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34 Responses to Wir suchen Frauen mit (schlechten) ‚Erfahrungen‘ mit Väterrechtlern

  1. Nathalie Glenn says:

    Ich hatte sehr konkrete Probleme mit Väterrechtlern im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Namens, Bild und Geburtstags meiner Tochter (damals 4 Jahre) in einem damals laufenden Sorgerechtsprozesses. Dieses Väterrechtlerportal wurde später gottseidank juristisch zu Fall gebracht, es wurde dauerhaft geschlossen. Ich war sicher nicht die einzigste die gegen diese Seite vorgegangen war. Was mir wirklich als horrend in Erinnerung geblieben ist, ist zB der Umstand das den Betreibern dieser frauenfeindlichen Hetz- und Hasseiten ein „e.V.“ zuerkannt worden war, also Gemeinützigkeit. Heute (fast 20 Jahre später) erscheint es mir so, dass sich Väterrechtler nicht geändert haben, aber sie geben sich mehr Mühe als „Väter“ zu wirken, besonders in den Diskussionen zum Wechselmodell. Was mich bis heute wirklich abstösst ist auch wieviele Frauen sich dort als Unterstützer andienen. Ich bin damals auch von so einer Pseudomediatorin drangsaliert worden, solange bis ich wirklich Post ungeöffnet in den Müll geschmissen habe und schriftlich mitgteilt habe, man solle mich endlich in Ruhe lassen, ich werde nie mit „Väterechtlern“ kooperieren. Ich habe auch den Zutritt zu Gerichtsverhandlungen für solche „Vertreter“ konsequent untersagt. Auf meine Frage an so eine Frau, warum sie sich als Pädagogin nun ausgerechnet so eine einseitige, gewaltbereite und frauenverachtende Klientel suche, bekam ich folgende Antwort: Diese Männer seien nun mal zahlungskräftig. Sie wolle ja schliesslich von ihrer „Arbeit“ eines Tages leben. Geld rechtfertigt also alles. Sie lebt übrigends heute tatsächlich von dieser „Arbeit“. Wenn ich heute, mit sehr viel Distanz und Abstand, durch solche Portale lese, in dem es sich um schlechte Trennungen und vermeintliches Kindeswohl geht, fällt eines sofort auf: Nichts hat sich verändert, geschweige denn verbessert. Es ist ein Trauerspiel. Ich hoffe nur, dass all diese Frauen ihre Kinder schützen können und vorallem nie wieder einen so gearteten Partner suchen werden. Das ist der beste Schutz vor dieser Spezies schlechthin.

  2. Ana Caetano says:

    Hallo,

    ich erlebte hier beinahe das Mittelalter als ich mich von meinem Ehemann habe
    getrennt obwohl ich meine eigene Wohnung hatte, müsste ich 2 Mal ins Frauenhaus flehen! Die Polizei war eigentlich auf der Seite meines Ehemannes.
    …Aber auch Lehrer oder Schulen! Sind nicht ganz ohne Vorurteile.

    Herzliche Grüße

    Ana I Caetano

  3. Kristina Becker says:

    Bitte mal folgenden Artikel dazu lesen. Eine klitzekleine Kleinigkeit fehlt da allerdings noch: Der „Vater“ hat sich als Mutterersatz eine Prostitutierte gekauft.
    https://www.tag24.de/nachrichten/sorgerechtsstreit-und-konflikt-mit-jugendamt-havelland-kristina-und-daria-becker-358114

  4. Entrechtete Mütter says:

    Folgende wichtige Veranstaltung zum Thema „Maskulinismus“ mit verschiedenen Workshops bitte unbedingt besuchen und weitererzählen:

    http://www.klagsverband.at/archives/7823

  5. Entrechtete Mütter says:

    Thema 6.5. um 21.10 auf ORF 2: Streit ums Kind – Kampf im Behördendschungel

    Der ORF ist entweder noch nicht so weit, um den kindeswohlgefährdenden Einfluss der Väterrechtsideologie zu erkennen oder hat zuwenig Fälle von Müttern, die sich nicht trauen, den Wahnsinn endlich beim Namen zu nennen oder darf schlicht nicht oder…..jedenfalls kommt zwar eine Mutter vor, der in dubiosen Annahmen „der Vater ist so wichtig“, ihre beiden 3-Jährigen Zwillinge entrissen wurden. Der Vater ist somit wichtiger als die Mutter geworden – eine perverse Sichtweise. Wirkliche Gründe für die Entführung ihrer Kinder liegen nicht vor. Es ist unbeschreiblich grausam so kleinen unschuldigen Kindern ihre Mutter wegzunehmen.
    Es wird aber auch der Fall eines Vaters dargestellt. Über diesen Fall weiß ich nichts und kann somit keine Angaben machen.
    Der Beitrag zeigt im Allgemeinen die Fehler im System und ich gehe mal davon aus, dass die die derzeitige Ideologie in Täter-Opfer-Umkehr Manier zu Lasten der Kinder nicht thematisiert wird.
    Trotzdem an Alle: Bitte anschauen, denn der Wahnsinn im sog. Familienrecht ist unfassbar und hat System. Es handelt sich um keine Einzelschicksale.

    Ich hoffe, dass liest überhaupt wer, denn dieser Blog ist leider nicht sehr gut angelaufen. Vielleicht sollten die Administratoren überlegen auch eine „schlichte“ Forumsfunktion einzuführen, deren Titel nichts mit Väterrechtlern zu tun hat, damit Mütter wie im deutschen Blog endlich ihre Geschichten erzählen. Denn Ö hat wie schon einmal in der Geschichte falsche Ideologien aus dem Nachbarland übernommen und führt sie in fast noch perfiderer Weise weiter.

  6. Entrechtete Mütter says:

    Leider muss die angekündigte Demo krankheitsbedingt abgesagt werden.

  7. Aurora says:

    @ Stefanie

    Eigentlich war mein Eintrag eine Reaktion auf einen Angriff gegen mich bzw. gegen Frauen, die die Meinung vertreten, dass Kinder zu ihren Müttern gehören.

    Ich ärgere mich einfach über manche Frauen (natürlich auch über manche Männer), die kein Gefühl und Gespühr dafür haben, inwieweit man einer Mutter, deren Kind entführt wurde, eigenen Ideologien überstülpen kann.

    Aber wie auch immer, habe mir den Frust von der Seele geschrieben, weil das eben meine Erfahrungen und Erlebnisse sind, will den Raum hier aber nicht für Grabenkämpfe unter Frauen nutzen. Sondern hoffe, dass Solidarität unter Frauen entstehen kann.

    • Wir finden dass Ihr beide, Stefanie und Aurora jeweils unterschiedliche Aspekte ansprecht, die insgesamt wichtig sind für eine differenzierte Diskussion. Wir wollen uns ja wohl nicht auf das Niveau der Väterrechtler hier begeben – vor allem Auroras letzter Kommentar beweist in unseren Augen, dass wir hier auf wesentlich höherem Niveau diskutieren. Und Differenz belebt das Bild, die Fähigkeit andere Meinungen gelten zu lassen und mit Differenz zu leben ist eine bedeutende zivilisatorische Errungenschaft!

  8. Entrechtete Mütter says:

    DEMONSTRATION

    FÜR GERECHTIGKEIT FÜR UNSERE KINDER

    Mittwoch, 13. März 2013

    12:30 – 13:30 Uhr

    Unsere kleinen Kinder wurden uns Müttern entrissen.

    Grund:dubiose Gutachten der gleichen „Sachverständigen“, die längst widerlegt wurden.

    Unsere Botschaft ist eindeutig:
    Wir kämpfen um ein faires Verfahren für unsere unschuldigen Kinder.
    Wir fordern das Justizministerium auf, Regeln für ein gerechtes und transparentes Verfahren zu gewährleisten, um weiteren Schaden an unseren Kindern zu vermeiden.
    Die Obsorgeverfahren sind gekennzeichnet von Ungereimtheiten und fragwürdigen Vorgehensweisen.

    BITTE KOMMT UND UNTERSTÜTZT UNS.

    Treffpunkt: 1070 Wien, Museumstrasse 7

    (vor dem Justizministerium)

    Für weitere Informationen: http://www.helpbeth.org

  9. Stefanie says:

    Liebe Aurora,
    Du schreibst: „Ich hoffe sehr, dass Frauen endlich begreifen, dass sie “nur zusammen stark sind” und sie auch aufhören müssen, andere Frauen anzugreifen, bloß weil ihr Lebensentwurf oder ihre Meinung anders ist.“

    Aber genau das tust Du. Du greifst Frauen an, deren Meinung eine andere als Deine ist, indem Du nicht auf deren Argumente eingehst, sondern Ihnen seltsame Motive unterstellst – wie „eigene Interessen“, „Konkurrenzdenken“ oder Obrigkeitshörigkeit.

    Schade.

  10. Aurora says:

    Liebe Stefanie

    ich grüße dich natürlich zurück. Dein Eintrag im deutschen „Mütterblog“ vom 26.2.2013 bringt den Kern der Sache auf den Punkt.
    Zu deiner Frage bez. Vernetzung: Abgesehn von den Gründen, die die Administratorin nennt, glaube ich liegt es auch daran, dass Frauen nie gelernt haben, sich zusammenzutun und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Selbst bei einem solch heiklen Thema gibt es immer wieder Konkurrenzdenken. Ich merke leider auch in meinen zahlreichen Gesprächen mit unterschiedlichen Frauen, dass es vielen von Ihnen letzlich nur darum geht, ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Beispielsweise habe ich mit einer SPÖ-Politikerin gesprochen. Als ich in den Raum stellte, dass ich es für ein Grundübel halte, dass heutzutage in Frage gestellt wird, dass Kinder zu ihren Müttern gehören, musste ich mir doch allen Ernstes ihren politischen Überbau anhören. Ihr „Gegenargument“ war, ob ich dann auch will, dass Frauen nicht arbeiten gehen. Es ist zermürbend, sich mit solchen Leuten zu unterhalten. Leider muss ich auch anmerken, dass viele Frauen nicht bereit sind, Positionen von anderen Frauen einfach stehen zu lassen. Sie müssen auf Biegen und Brechen mittels einen in meinen Augen falsch verstandenen Feminismus` ihre Vorstellungen durchsetzen. Auch wird von den meisten Frauen vertreten, dass das tolle EGMR-Urteil nicht in Frage zu stellen ist. Das sehe ich anders. Dieses Urteil hat das Vetorecht der Mütter bei unehelichen Kindern gekippt und niemand stellt in Frage, ob das richtig ist. Und leider stellt auch niemand die Frage, ob nicht dieses Urteil verfassungswidrig ist, weil der Gleichheitssatz sagt auch, dass Ungleiches nicht gleich zu behandeln ist. Mutter und Vater sind nicht gleich(wertig) für ein Kind. Das ist meine Meinung, die mir leider auch viele Frauen übel nehmen. Weil die meisten brav obrigkeitshörig sind (EGMR-Urteile sind nicht zu hinterfragen), sind andere Argumente nicht erwünscht.
    Ich hoffe sehr, dass Frauen endlich begreifen, dass sie „nur zusammen stark sind“ und sie auch aufhören müssen, andere Frauen anzugreifen, bloß weil ihr Lebensentwurf oder ihre Meinung anders ist.

    • Kleine Ergänzung noch zu Aurora: Erstens dürfen natürlich auch Höchstgerichtsurteile hinterfragt und kritisiert werden; sind ja auch Menschen – überwiegend männlichen Geschlechts – die da urteilen. Und es glaubt ja wohl niemand im Ernst, dass Menschen von ihren Überzeugungen, Werten, ihrer gesamten Lebenseinstellung komplett abstrahieren können so bald sie einen Talar anhaben – so viel zur Objektivität (was da sonst noch alles einfließt ist schwer nachzuerzählen: Fön, Vollmond, Lagerkoller nach wochenlangen gemeinsamen Beratungen hinter verschlossenen Türen, die eigene nervige Ex, die grad wieder mal Ansprüche stellt, undundund…) Zweitens hätte es in Befolgung des EGMR-Urteils auch andere Umsetzungsmöglichkeiten gegeben als die erzwungene gemeinsame Obsorge auch gegen den Willen der Mutter – schließlich ging es sowohl dem EGMR als auch dem Verfassungsgerichtshof primär um eine Ungleichbehandlung in Hinblick auf fehlende Antragsrechte und somit mangelhaften Rechtsschutz lediger Väter.

  11. Stefanie says:

    Liebe Aurora,

    ich grüße Dich ganz herzlich auf diesem Wege aus Deutschland zurück (betreff nehmend auf Deinen Kommentar bei Mütterlobby).

    Es ist bestürzend, wie wenig vernetzt wir Frauen bisher in diesen kindschaftsrechtlichen Angelegenheiten sind – sowohl in Deutschland als auch in Österreich. Woran mag das nur liegen?

    Sind wir zu wenige? Sind wir zu geschwächt? Oder zu heterogen?

    • DAS fragen wir uns auch – kann aber auch sein, dass viele Frauen – gerade Alleinerzieherinnen – schlicht und einfach keine Zeit und keine Nerven mehr haben sich zu engagieren, zu bloggen, etc! Die Väter ohne Rechte dagegen haben viel Zeit und offenbar auch Geld; die Antriebskraft sich selber als Opfer der bösen Frauen zu stilisieren, ist groß; und Zeit haben sie, weil sie ja – weil die Frauen so bös sind, siehe oben – ihre Kinder nicht sehen dürfen, und daher sich auch nicht um kranke Kinder kümmern müssen, für die nächste Schularbeit mit ihnen lernen müssen, undundund!

  12. Aurora says:

    Nein psychische Gewalt ist nicht manchmal mindestens genauso schlimm. Ich habe mit Opfern, denen sowohl psychische als auch physische Gewalt widerfahren ist gesprochen. Alle finden psychische Gewalt viel schlimmer. Da hat frau es mit einem Psychopathen zu tun. Und es gibt nichts schlimmeres als gegen einen Psychopathen auftreten zu müssen, noch dazu, wenn ihn keiner als solchen erkennt und wenn man von ihm in die Defensive gebracht wurde. Und das Kind als Faustpfand eingesetzt wird, unter der Prämisse es erst wieder zu bekommen, wenn ich mich mit ihm verstehe und ihm wieder vertraue. Weil er ist ja so nett.
    Die meisten Menschen haben leider keine Ahnung, was psychische Gewalt ist und können deshalb das Ausmaß der Qual nicht erahnen.

  13. Libra says:

    Bitte liebe Mütter, traut euch eure Geschichten zu erzählen. So weit ich richtig informiert bin, gibt es alleine in Wien hunderte Fälle von ungerechtfertigten „Kindesabnahmen“ sprich Entführungen durch die Jugendämter.
    Wo seid ihr alle?
    Ich kenne persönlich nun schon vier andere Mütter, deren ihre Kleinkinder entrissen wurden, obwohl gar kein Grund vorliegt, außer dass die neue Väterrechtsideologie vorsieht, dass kleine Kinder von nun an bei ihren Vätern leben müssen. Auch wenn sie sich klar dagegen aussprechen.
    Die hässlichste Institution Österreichs ist das Jugendamt. Diese Einrichtung scheint noch nicht bemerkt zu haben, dass wir uns nicht mehr in den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts befinden. Deren Arbeitsweise und Methoden erinnern leider sehr daran.
    Liebe Mütter, lasst euch vom Jugendamt nicht einschüchtern. Es handelt sich bei deren Mitarbeiterinnen – natürlich mit einigen wenigen Ausnahmen – um ungebildete und einfach strukturierte Leute, bei denen eigentlich einmal im Jahr eine psychiatrische Überprüfung stattfinden sollte. Mit meinen Steuergeldern muss ich solche unfähigen Leute, die sich anmaßen Dinge zu beurteilen, für die ihr Intellekt gar nicht reicht, auch noch bezahlen.
    Ein Aufstand aller Mütter wäre wünschenswert, weil sich sonst wieder, wenn dann doch mal ein Fall an die Öffentlichkeit kommt, alle hinter der Aussage verstecken, dass es sich hierbei doch nur um einen Einzelfall handelt.

  14. Aurora says:

    Am Schlimmsten ist es, wenn man einen psychischen Gewalttäter als Kindesvater gerät.
    Diese Art von Gewalttätern ist deshalb am gefährlichsten, weil die Gewalt für Außenstehende nicht sichtbar ist. Wenn man mit so jemandem einen Obsorgestreit zu führen hat, fällt das eigentlich unter den Folterbegriff. Solche Menschen verstehen es perfekt sich als Opfer darzustellen und sind Meister der Manipulation. Nach außen nett und charmant, spielen sie die bemühten Väter. Das kommt gerade bei Richterinnen (im Obsorgeverfahreb scheint es bedauerlicherweise überhaupt keine Männer mehr zu geben) sehr gut an. Auch die restlichen Beteiligten in meinem Verfahren sind durchwegs Frauen, die mit mir in Konkurrenz treten und Gewalt nicht sehen wollen, selbst wenn man, was eher selten der Fall ist, psychische Gewalt beweisen kann.
    So ein Gewalttäter schafft es sogar, dass einer von allen als guten Mutter beschriebenen Frau, das Kind in einer Nacht und Nebelaktion weggenommen wird. Er hat einfach bei jeder Behörde behauptet, dass ich eine Persönlichkeitsstörung habe.
    Für alle, die zwar den Begriff „psychische Gewalt“ kennen, aber eigentlich nicht so genau wissen, was das ist, hier ein Erklärungsversuch:

    Einen psychischer Gewalttäter kann man getrost einen Psychopathen im pathologischen Sinne sehen, da es ihm darum geht einen anderen Menschen zu vernichten. Er saugt ihn seelisch so lange aus (oder versucht es zumindest) bis der andere am Boden ist (sei es psychisch oder auch körperlich, denn nicht selten führt diese Gewaltform zu schweren Krankheiten bei den Opfern). Meist geht es dem Täter dabei um die Abwendung einer eigenen Depression, da sie eigentlich sehr unglückliche Menschen sind, die sich als Opfer am Besten jemanden aussuchen, der ganz viel Lebensenergie in sich hat.
    Eine Beziehung mit solch einem Gewalttäter zu führen ist für Körper und Geist reines Gift. Psychische Gewalt ist (anfangs) nicht so leicht als zu erkennen ist. Es geht um Macht -und Kontrollausübung, um Einnisten in fremdes Leben und um Unterminierung der Persönlichkeit des Opfers. Es passiert schleichend, anfangs subtil aber ständig und immer massiver. Schafft man es sich zu widersetzen schlägt einem Verachtung entgegen. Die Täter sind Meister der Manipulation und üben systematische Angriffe bis hin zu Verleumdungen aus. Zuerst versucht der Täter dem Opfer einzureden, dass es psychisch krank ist. Ich bin auf seine Methoden nicht eingestiegen, weshalb er sich andere Personen (bei Behörden) gesucht hat, um sie davon zu überzeugen, dass ich verrückt bin.
    Psychische Gewalt hat langfristige Konsequenzen. Mein Körper hat mir schon früh Warnsignale gesendet, jedoch birgt gerade solch ein abartiges Obsorgeverfahren, in dem die psychische Gewalt negiert oder sogar in Abrede gestellt wird, die Gefahr körperlicher Schwächung bis hin zu (schwerer) Krankheit mit sich.
    Mit so jemandem einen Obsorgestreit zu führen, der sogar zu einer sogenannten Kindesabnahme geführt hat, ist eine furchtbare Angelegenheit. So ein Täter wirkt vor allem auf Frauen – und in Obsorgeverfahren sind bedauerlicherweise ausschließlich Frauen zuständig – nett und charmant. Er hat eine so überzeugende Art, dass selbst alles, was normalerweise sofort gegen eine Obsorgeübertragung resp. dagegen sprechen würde, dass mein Sohn derzeit bei ihm und ein paar fremden Leuten gegen seinen Willen untergebracht wurde, nicht wahrgenommen wird. So ein Täter erreicht nicht nur bei seinem Opfer, dass es immer wieder seine eigene Wahrnehmung in Frage stellt, sondern auch bei all seinen „Erfüllungsgehilfen“, die er einspannt, um sein Opfer fertig zu machen und deren Wahrnehmung durch ihn verzerrt wird. Selbst wenn man einige der Lügen und Manipulationen aufdecken und beweisen kann, selbst wenn alle objektiven Kriterien dafür sprechen, dass mein kleiner Sohn unverzüglich wieder nachhause kommt, wird alles in die Länge gezogen und niemand kümmert sich um das Wohl meines Kindes. Objektivität exisitiert in einem Verfahren mit so einem Gegener nicht.
    Obwohl in der Regierungsvorlage zum neuen Familienrechtsänderungsgesetz großartig vom Schutz vor Gewalt, auch psychische Gewalt wird explizit erwähnt, von noch mehr Berücksichtigung des Kindeswohls gesprochen wird, wird mein Sohn beim Gewalttäter untergebracht.
    Und das alles ist kein Einzelfall. Immer mehr Kleinkinder werden ihren Müttern entrissen (ich stehe mit einigen von ihnen in Kontakt), um sie beim Gewalttäter unterzubringen. Der Großteil von ihnen Akademikerinnen, die ihre Kinder vor Gewalt schützen wollten. Aber Gewalt wird seit dem Überschwappen der V äterrechte-Ideologie in Obsorgeverfahren einfach ausgeblendet oder negiert. Das Absurde ist das die Väterrechtler all dies unter Anwendung von Gewalt erreicht haben. Nicht nur individuell den Müttern ihrer Kinder gegenüber, sondern auch mit Drohungen gegen Richterinnen, die wie man Interviews entnehmen kann, richtiggehend verängstigt waren.
    Die Väterrechtler haben die Familienrichterinnen, allen voran deren Vorsitzende, über die Jahre hinweg manipuliert und eingeschüchtert. Damit erreichten sie absurderweise, dass deren Ideologie auch von die Richterinnenschaft übernommen wurde.
    Am Absurdesten finde ich, dass heutzutage überwiegend kinderlose Frauen über das Schicksal von Müttern und ihren Kindern entscheiden. Das tolle neue Familienrechtspaket wurde von zwei kinderlosen Ministerinnen geschnürt.

    • Auch Danke für diesen Bericht und Kommentar! ja, psychische Gewalt ist manchmal mindestens genau so schlimm, außerdem oft schwerer nachweisbar; und die Beurteilungen ob und welche psychische Gewalt ausgeübt wurde, sind bisweilen sehr individuell. WIR werden uns von den Väterrechtlern jedenfalls nicht manipulieren und einschüchtern lassen – und je mehr betroffene Mütter sich hier zusammen tun umso stärker werden wir!

  15. BeKa says:

    es gibt auch frauen die unter den männern und ihrer kontrollsucht leiden ohne dass diese gewalttätig werden. wer/was hilft dann?
    psychische gewalt, überpenible ansprüche, verleumdungen, etc sind schwer nachweisbar.
    mein ex bekommt besuchsrecht u infos. trotzdem ist ihm das alles nicht genug. vor gericht ist er „der bravste papa der welt“, aber vereinbarungen mit ihm sind sehr schwammig, unklar u alles soll sich nach ihm richten, da der herr ein wichtiger geschäftsmann ist. unterstützung bekomme ich gar keine, weil herr selbst keine zeit hätte.
    super toll unter solchen voraussetzungen die nächsten 10 jahre gemeinsame obsorge u ich geb mir die kugel! der gibt erst eine ruhe, wenn ich aus dem weg geräumt bin.

    • Bitte vergiss das mit der Kugel – weder für dich noch für ihn, denn sonst landest du im Sarg oder im Gefängnis, davon hat keine/r was! und lass dich ja nicht aus dem Weg räumen: Manchmal hilft schon der aufrechte Stand, verbunden mit dem eindeutigen Signal „ich rück hier keinen Zentimeter von der Stelle“ um den anderen einzubremsen! ja, psychische Gewalt ist schwer nachweisbar, aber je mehr wir drüber reden und schreiben und uns gegenseitig den Rücken stärken umso eher wird man uns hoffentlich glauben! daher großes Danke für deinen mutigen Beitrag!

  16. Ja, machen wir – schickt doch mal eine Emailadresse, für alle Fälle 🙂

    http://www.muetterlobby.de
    kontakt@muetterlobby.de

    Euer Blog kommt auf die Homepage!

    Gruß aus dem Nachbarland Barbara Thieme

  17. Endlich stehen Mütter auf und wehren sich!

    Wir sind eine Reihe von Müttern aus Deutschland – die dasselbe berichten müssen! Nicht nur von den Vätervereinen, sondern auch von der gesamten Familiengerichtsbarkeit incl. angeschlossener Helfer-Industrie. Deshalb haben wir am 28.12.2012 den Verein Mütterlobby gegründet! Das Interesse und der Zuspruch von allen Seiten (außer denen der streitbereiten Väter) ist groß – offenbar ist das Fass zum Überlaufen voll…

    Über regen Austausch und gegenseitige Verlinkung würde ich mich freuen.

    Herzliche Grüße nach Österreich

    Barbara Thieme
    Bundesvorsitzende Mütterlobby e. V. (in Gründung)

    • Das ist networking vom Feinsten – Danke, wir freuen uns sehr!!!

      und nochmals jaaaa biiitte, nämlich zu Verlinkung und Austausch – bitte bewerbt unseren blog auch, wir natürlich unsererseits ebenso.

      also dann, mit feministisch-solidarischen Grüßen und dem alten Kalauer von „Gemeinsam statt einsam“ bzw „Wir sind viele“ bzw „Gemeinsam sind wir stärker“ uswusf…..

  18. danke Johannes! leider fällt auf, dass auch hier mehr Männer als Frauen posten – daher Ihr Lieben: wir wissen, dass grad Alleinerzieherinnen mit dem Rücken zur Wand stehen: Kinder, Haushalt, schlecht bezahlte, oft prekäre Beschäftigungen, und dann wo möglich noch die Streitigkeiten mit den Vätern – aber trotzdem: wollt’s nicht mal eurem Kummer und Ärger Luft machen und hier was posten??? bittedanke, das Team würd sich echt freuen und Ihr könnt anderen zeigen: Ihr seid nicht allein, wir sind viele!!!

  19. Johannes says:

    Kommt schon Leute – das kann doch nicht sein dass niemand hierzu etwas posten kann! Es sind zwar in Wahrheit gar nicht viele (diese extremen „Väterrechtler“) – aber so wie sich die in der Öffentlichkeit gebärden muss es soch auch aus dem Privaten genug zu berichten geben.

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